Kartonmodell Bausatz Jüdisches Museum Berlin

Artikelnummer: SB-609

Kategorie: Bauwerke


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Beschreibung

Das Jüdische Museum war zuerst eine eigene Abteilung des Berliner Museums.
Aus Platzgründen beschloss die Stadt Berlin in den 80er Jahren, das Jüdische Museum in einem eigenen Flügel neben dem Museumsgebäude unterzubringen.
Mit dem Bau dieses Flügels wurde im Jahr 1989 der Architekt Daniel Libeskind beauftragt.
Bauzeit war von 1992 bis 1999.
Daniel Libeskind wurde 1946 in Lodsz (Polen) als Sohn jüdischer Eltern geboren.
Nach der Schulzeit wanderte er nach Israel aus.
Dort begann er ein Musikstudium, das er ab 1960 in New York fortsetzte.
Danach wechselte er mehrmals die Studienfächer.
Unter anderem studierte er Kunst, Mathematik und Architektur.
Er nahm an verschiedenen Kunstausstellungen teil, darunter die Biennale in Venedig 1985 und die Internationale Gebäudeausstellung in Berlin 1987.
Heute lebt Daniel Libeskind in Berlin.
Dort war er nach dem Fall der Mauer 1989 auch an der Neugestaltung der Stadt beteiligt.
Weltweit tragen viele Bauwerke mit besonderer Bedeutung seine Handschrift.
Seine Entwürfe wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, sind jedoch nicht unumstritten.
Für Libeskind zählt nicht nur der ästhetische oder der funktionale Aspekt eines Gebäudes.
Er legt auch großen Wert auf die Philosophie und die Kultur, die hinter dem Zweck eines Bauwerks stehen.
Den Entwurf des Jüdischen Museums, das gleichzeitig Ausstellungsfläche und Mahnmal ist, nannte Libeskind ?Between the Lines?.
Diese Gestaltung soll zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Schicksal der Juden in Deutschland beitragen.
Im ganzen Gebäude verwendet Libeskind die Symbolik der Linien: gerade und durchbrochene Linien, Kreuzungen und Parallelen.
Das Gebäude folgt einer Zickzack-Linie, die aus der Vogelperspektive wie ein Blitz mitten in der Stadt aussieht.
Im Grundriss, an den Wänden, in den Innenräumen und in den Außenanlagen kann man einige Linienformationen erkennen, die Bruchstücke des Davidsterns darstellen.
Manche Linien an den Außenwänden wirken wie Risse in der Fassade.
Die Gänge innerhalb des Gebäudes greifen das Linien-Motiv auf. Sie sind lang und schräg angelegt, wenn sie sich kreuzen, treffen sie meistens spitzwinklig aufeinander.
Den Eingang zum Jüdischen Museum kann man nur über das Berliner Museum erreichen.
Zwei unterirdische Hauptgänge verbinden die einzelnen Gebäude und die Außenanlagen miteinander.
In den Außenanlagen steht der frei stehende Holocaust-Turm.
Man kann ihn durch einen unterirdischen Gang betreten. Er ist völlig leer und dunkel, nur durch ein schmales Fenster dicht unterm Dach fließt etwas Licht ein.
Dadurch wird dem Besucher ein Gefühl der Ausweglosigkeit vermittelt. Im Gegensatz zum Hauptgebäude ist der Turm von außen nicht verkleidet, seine nackte Betonansicht drückt Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit aus.
Neben dem Turm, im sogenannten Exilgarten, sind auf einer schiefen Ebene 49 leicht gekippte Betonsäulen im Quadrat aufgestellt.
Die Bäume, die auf jeder Säule gepflanzt wurden, sollen zu einem Blätterbogen zusammenwachsen. Dieses Denkmal erinnert an Juden aus Berlin, die vor Hitler fliehen mussten, steht aber stellvertretend für alle Juden, die über Jahrhunderte wegen ihres Glaubens verfolgt wurden.

Maßstab: 1:300
Länge: 50 cm
Breite: 23 cm
Länge: 7 cm
Schwierigkeitsgrad: 1
Bogenanzahl: 4

Versandgewicht: 0,28 Kg

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